In der Stadt der Städte

Unser letzter Eintrag in diesen Blog zu unserer letzten Station dieser Reise: New York! Zuvor heißt es in L.A. am Flughafen vorübergehend Abschied nehmen. Sowohl von den Großeltern, als auch von unserem treuen blauen Begleiter, der nun an Opa und Oma übergeben wird. Über 40.000 km waren wir nun mit unserem Bus in 5 Ländern unterwegs, fast 11 Monate war er unser Zuhause.

Doch in New York am Flughafen angekommen, werden wir auch schon von einem anderen VW Bus in Empfang genommen. John und Flora haben wir vergangenes Jahr in Kanada kennengelernt, als sie dort wie wir mit dem Bus unterwegs waren. Wir hatten damals eine schöne Zeit zusammen, der Kontakt ist nie abgebrochen, und so freuen wir uns riesig, dass sie uns zu sich nach Hause in Brooklyn eingeladen haben. John und Flora sind unglaublich sympatisch und unsere Kinder lieben sie – und ihre beiden Katzen (eine Outdoor- und eine Hauskatze, streng getrennt!) John hatte eine sehr schweren Fahrradunfall erlitten, doch dieser rettete ihm gleichzeitig das Leben.. .Seine unglaubliche Geschichte ist hier zu lesen: http://thenewjock.com/john-carson

Wir sind 5 Tage bei ihnen zu Hause. John zeigt uns deren Stadtteil Brooklyn, wir gehen zusammen ins American Museum of Natural History und einmal auch in sein Restaurant in Manhatten. Ansonsten lassen wir die letzten Tage ruhig angehen. Meistens unternehmen wir nur nachmittags etwas, denn mit zwei Kindern auch nur einen halben Tag in dieser riesigen Stadt zu verbringen ist anstrengend genug. Unter anderem gehen wir auf die gerade eröffnete Aussichtsplattform im neuen World Trade Center (One World Observatory). Die Fahrt in den 102. Stock mit dem schnellsten Aufzug der Welt ist extrem beeindruckend. Ein riesiger runder Bildschirm, welcher den ganzen Fahrstuhl einnimmt, zeigt während der kurzen Fahrt die Entstehung Manhattens im Zeitraffer. Angefangen im Erdgeschoss mit einer bewaldeten Insel vor 400 Jahren bis heute. Inklusive dem Gänsehaut-Moment, als für kurze Zeit zur rechten Seite das ehemalige World Trade Center erscheint – und dann wieder verschwindet. Doch es geht noch krasser. Wo man sich nach dem Austritt aus dem Fahrstuhl befindet und wie hoch man eigentlich ist, erfährt man erst, als sich im dunklen Raum plötzlich eine riesig breite Wand nach oben bewegt, auf welcher zuvor noch weitere beeindruckende Videoszenen aus New York gezeigt wurden. Da man direkt vor dieser Wand steht bzw. anschließend direkt vor dicken Glasscheiben, ist der Überraschungseffekt riesig, so plötzlich die Skyline Manhattens vorgeführt zu bekommen.

Die Rückreise ist turbulent. Die Kinder müssen ohne uns bei Start und Landung in der Flugkabine sitzen und wir weit entfernt auf den Jumpseats der Stewardessen. Außerdem kommen 5 von 6 unserer Gepäckstücke in Frankfurt nicht an. Am Ende hat uns Köln aber wieder.. die wahre Stadt der Städte!