1. Etappe geschafft, wir sind am Pazifik!

Köllefornia!! Wir sind in Kalifornien angekommen und haben damit nach drei Monaten und gut 15.000 km einmal den Kontinent durchquert – von Halifax-oben-rechts nach San-Diego-unten-links!

Die letzten zwei Wochen waren ziemlich aufregend, wir haben uns u.a. den Grand Canyon von der Nord- und Südseite angeschaut,  sind durch den Antelope Canyon spaziert (unser Highlight bisher!) und haben mit den Kindern Las Vegas unsicher gemacht ;-)

Auf einem Campingplatz in Kanab lernen wir ein Berliner Päärchen kennen, die mit ihren Fahrrädern die Panamerica von Alaska nach Feuerland radeln. Wow. Wir haben einen feucht-fröhlichen Abend zusammen und feiern ihren Geburtstag. Die Kinder schlafen an diesem Abend zum Glück früh ein und so können wir uns zum ersten Mal mit Babyphone vom Bus entfernt feiern! Wir bekommen von den Berlinern außerdem den heißen Tipp, dass der North Rim des Grand Canyon noch nicht geschlossen ist. Normalerweise ist dort ab Mitte Oktober die Zugangsstraße wegen Schneefall gesperrt, aber weil die Wettervorhersage das Gegenteil ist, hat der Nationalpark auf dieser Seite ausnahmesweise noch etwas geöffnet. Das Gute daran, fast niemand weiß davon. Und so sind wir fast ganz alleine am Nordrand des Grand Canyon, unvorstellbar bei diesem bekannten Naturwunder. Das krasse Gegenteil ist dann einige Tage später am South Rim der Fall, der das ganze Jahr über geöffnet ist (er liegt 400 m tiefer, daher nicht so Schnee-gefährdet). Super viele Menschen und mega touristisch. Aber die Aussicht ist auch dort atemberaubend, aber alleine genießt es sich am Nordrand besser.

Am Lake Powell campen wir zwischen dem Besuch des North- und South Rim direkt am sandigen Ufer des Stausees. Für 10$ darf man hier “wild” campen. Unser bisheriger Lieblings-Nachtstellplatz dieser Reise. Aber es kommt noch besser: In der Nähe befindet sich der Antelope Canyon, ein sogenannter Slot-Canyon. An der Oberfläche ist nur ein “Schlitz” zu sehen, aber unterirdisch hat sich das Wasser in die Breite nach unten durch den Sandstein gefressen. Mit einer deutschen Familie mit Zwillingen in Maries Alter, die neben uns am Lake Powell in ihrem Wohnmobil übernachten, gehen wir auf einer geführten Tour durch diesen Slot-Canyon. Es dringt ganz selten direktes Licht nach unten, aber das Farbenspiel in allen möglichen rot-orange Tönen ist der Hammer. Schwer zu beschreiben, deswegen lassen wir besser die Bilder sprechen.

In Las Vegas verbringen wir zwei Nächte. Weil der einzige Campingplatz am Vegas Strip nicht viel günstiger ist als ein gutes Hotel, nehmen wir letzteres und quatieren uns im Hard Rock Hotel & Casino ein. Wir machen in Vegas das, was man mit zwei kleinen Kindern so machen kann. Emil und Marie gefällt es super, die Springbrunnen-Animation vor dem Bellagio könnte man sich immer weiter anschauen (wenn nicht Celine Dion ein zweites Mal trällern würde) und das Circus-Circus Hotel & Casino hat sogar ein riesiges Adventure Center (quasi ein überdachtes Phantasialand) und Spielkasino für Kinder.. kann man (ein)mal machen. Nur der Vulkan, der im Stundentakt vor dem Mirage Hotel & Casino künstlich explodiert (aber wirklich ordentlich), mögen Marie und Emil nicht.

Na dann sind wir mal gespannt auf Hawaii, wo aktuell der Kilauea auf Big Island ordentlich brodelt. Perfektes Timing für Lava-Sightseeing ;-) Morgen geht es los, für jeweils ca. 10 Tage sind wir auf Kaui, Big Island und Kauai mit Mietwagen und Zelt unterwegs. Mietwagen? Zelt? Jo, den Bus verschiffen wir diesmal nicht. Stattdessen wird er in San Diego bei einem VW Händler in hoffentlich gute Hände abgegeben und während unserer Abwesenheit auch hoffentlich repariert. Die Hoffnung ist diesmal berechtigt, denn die Ersatzteile sind nach ca. 1,5 Monaten (ursprünglich war im September von 7-10 Liefertagen die Rede) in Denver eingetroffen. Von dort werden sie jetzt nach San Diego weitergeschickt. Und wenn am Ende doch irgendwas mit der Reparatur nicht klappt, geben wir das Kapitel auf und fahren mit unserer Plastikfolie am Heck weiter, hat die letzten 7 Wochen auch gut geklappt ;-)

Ein Eintrag bei “1. Etappe geschafft, wir sind am Pazifik!

  1. Das goldene M kann nicht groß genug sein – obwohl es momentan etwas an Glanz verliert!!
    Viel Sapß noch….liebe eure Reiseberichte und Fotos!

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