Hawaii Teil 2 – Big Island

Nach Maui geht’s weiter nach Big Island. Sie ist größer als alle anderen Insel Hawaiis zusammen, was wir noch merken werden…

Wir fliegen nur ca. 40 Min, eindeutig zu kurz für Marie. Sie schreit das ganze Flugzeug bei der Landung zusammen, weil ihr der Flug zu kurz war. Bei der Autovermietung bekommen wir ein Gratis-Upgrade, einen großen SUV. Diesmal genügend Platz für unser Gepäck.

Wir fahren zuerst in den Hawaiis Volcanoes Nationalpark. Je weiter wir im Park in die Höhe fahren, umso kühler und nebeliger wird es. Schließlich fängt es in Strömen an zu regnen. Wir sind ein bisschen verzweifelt, denn unser Walmart-Zelt  ist nur ein „Schön-Wetter-Zelt“ und für Regen überhaupt nicht geeignet. In der Cooking-Shelter des Campingplatzes bauen wir zwischen einer Schulklasse und einer Reisegruppe aus Deutschland das Zelt auf, während die Kinder im Auto Märchen hören. Die Nacht wird laut durch den plätschernden Regen, der aufs Zelt prasselt. Es regnet ein wenig ins Zelt rein, aber es hält sich noch in Grenzen.

Wir machen schöne Wanderungen durch den Nationalpark, wandern durch einen Krater und durch einen alten Lavatunnel. Da zu Zeit der Vulkan sehr aktiv ist, machen wir uns auf nach Pahoa. Der Lavastrom hat das Dorf vor einigen Wochen erreicht und bereits den Friedhof unter sich begraben. Leider kommen wir nicht weit, die Nationalgarde hat das Gebiet weiträumig abgesperrt um die Anwohner vor Sensationstouristen (wie wir J) zu schützen.

Wir übernachten auf einem Campingplatz direkt an einem bekannten schwarzen Sandstrand, an dem Meeresschildkröten an Land kommen, um sich auszuruhen. Morgens können wir sogar mit ihnen schwimmen und ihnen mit Maries Kinder-Taucherbrille beim Fressen zu gucken. Unser absoluter Lieblingsstrand und gleichzeitig Campingplatz ist aber der Ho’okena Beach Park im Westen der Insel. Hier zelten wir 6 Nächte direkt auf dem Strand unter schattigen Palmen, nur 50 Meter vom Meer entfernt. Morgens sehen wir dutzende Delphine aus dem Meer springen. Daniel schwimmt sogar mit ihnen. Es ist ein Traum, die Kinder wachen auf, frühstücken und gehen selbst zum Strand und spielen dort. Relaxter kann es nun wirklich nicht sein.

Daniel macht in Kona noch einen Nacht-Tauchgang und sieht dabei etliche Manta-Rochen, die es hier an einem bestimmten Ort im Meer nach Einbruch der Dunkelheit gibt. Als er zurückkommt, ist er hin und weg. Einige Manta-Rochen haben eine Spannweite von 5 Metern und fischen das Plankton mit ihren riesigen Mäulern direkt über den Köpfen der Taucher weg. So nah, dass man sogar berührt wird.

Insgesamt fahren wir in den 10 Tagen auf der Insel dann doch 1800 km. Die Entfernungen haben wir leider ein bisschen unterschätzt. Unter anderem fahren wir noch über die Saddle-Road zum Visitor Center des Mouna Keas auf 2800m (der Mouna Kea ist 4200m hoch und ganz oben stehen die größten Teleskope der Welt). Beim Visitor Center wollen wir eigentlich alle zusammen Sterne gucken. Doch als wir aus dem Auto steigen stockt uns vor Kälte und dünner Luft der Atem. Wir ziehen uns die dicksten Sachen an, die wir mit haben an, aber es reicht nicht. So sitzen Alex, Marie und Emil im Auto und essen zu Abend und Daniel schaut sich kurz durch die riesigen Teleskope ein paar Sterne an.

Den letzten Abend verbringen wir in einem Hotel in Flughafennähe, weil unser Flug nach Kauai am nächsten Morgen schon um 8 Uhr geht. Emil und Marie sind vom Hotel-Fernseher nicht weg zu bekommen. Emil toucht auf dem Fernseher rum, um die Kanäle zu ändern. Oh je, oh je J