UnBelizable!

Seit gestern sind wir bereits in Guatemala. Auf dem Weg hierher haben wir eine Woche im kleinen und schönen Land Belize verbracht!

Der Grenzübergang von Mexiko nach Belize ist aber ziemlich anstrengend und zeitaufwendig. Man erwartet ja eher Probleme bei der Einreise in ein Land, als bei der Ausreise. Bei uns ist es umgekehrt, denn der mexikanische Grenzbeamte will uns nicht aus seinem Land lassen. Warum? Bei der Einreise nach Mexiko Anfang Dezember hat jeder von uns eine Touristenkarte und Stempel in den Reisepass bekommen – für jeweils 25 US$ in Bar. Für uns war damit die Einreise erledigt, denn Touristenkarte und Stempel sollten genug Beweis sein, dass wir auch bezahlt haben. Einen Beleg über die insgesamt 100 US$ haben wir damals nicht erhalten, aber genau diese Quittung wird nun von uns bei der Ausreise verlangt. Wir müssten die 100 US$ nun nochmal bezahlen. Lange Diskussionen, letzten Endes verlangen wir nach dem Supervisor (Chef) des Grenzbeamten, denn es ist offensichtlich, dass der Grenzbeamte von der Einreise die 100 US$ in seine eigene Tasche gesteckt hat. Der Supervisor telefoniert einmal quer übers Land zur Grenze Tijuana, wo wir eingereist sind, und klärt die Angelegenheit zum Vorteil für uns. Wir werden vom Supervisor noch nach der genauen Uhrzeit der Einreise gefragt, so dass hoffentlich der korrupte Beamte ausfindig gemacht wird und seine Tracht Prügel erhält!

Bei der Einreise nach Belize merken wir dann schnell, dass dieses Land wieder ganz anders ist als Mexiko. Als erste Amtssprache wird hier wieder englisch gesprochen und viele Einwohner Belizes sind schwarz – da afrikanische Vorfahren.

Belize ist das Land der Tiere und der Natur, ca. 50% der Fläche stehen unter Naturschutz! Auf einer Flussfahrt durch Regenwald zu entlegenen Maya-Ruinen sehen wir Krokodile, Affen und viele Vogelarten. Nur den Belize-Nationalvogel, den bunten Tukan, bekommen wir leider nur im Belize-Zoo zu Gesicht. Dafür sehen wir im Bamboo-Home Sanctuary, einem Nationalpark, viele Brüllaffen zum Berühren nah. Das Gebrüll ist ohrenbetäubend und auf unserem Nachtstellplatz direkt am Visitor-Center hören wir die Affen die ganze Nacht durch!

Eine weitere Station in Belize ist ein Strand im Süden (Hopkins). Ein letztes Mal am karibischen Meer. Leider fahren wir uns dort auf der Suche nach einem Nachtstellplatz im weichen Sand fest und bleiben tief stecken. Es dauert einen halben Tag, bis wir uns mit den Sandspiel-Schaufeln der Kinder wieder ausgebuddelt haben und mit Hilfe von Holzlatten eine Fahrbahn aus der Misere bauen.

Besonders die einheimischen Kinder haben großes Interesse an uns und dem Bus. Der Innenraum unseres VWs wird neugierig erkundet und mit Marie und Emil wird gespielt. Selbst am frühen Morgen kommen sie uns auf dem Weg zur Schule in ihren Uniformen besuchen und umarmen uns zum Abschied.

Die Woche in Belize hat uns gut gefallen, allerdings gibt es hier wenig bis keine Infrastruktur für Camper!