Dschungelcamp

In Mexiko-Stadt „besuchen“ wir noch den größten VW-Händler von ganz Mittelamerika (sozusagen der Fleischhauer von Mexiko für alle Kölner). Weil wir einen Termin haben empfängt uns gleich ein ganzes Empfangskomitee inkl. Manager und Werkstattsleitung. Dort bekommen wir endlich das Problem mit dem Russpartikelfilter geregelt. Aus den geplanten 3 Stunden werden am Ende aber 7 Stunden. Trotz VW-Spieleland ganz schön anstrengend, den ganzen Tag mit Kindern gesittet in einem Autohaus zu verbringen. Am späten Nachmittag, es ist ein Dienstag, müssen wir es unbedingt noch aus dem Großraum von Mexiko-Stadt schaffen, um nicht noch einmal weitere zwei Nächte dort verbringen zu müssen. Denn der nächste Tag ist ein Mittwoch, und mittwochs dürfen keine Autos mit der letzten Kennzeichen-Ziffer 4 fahren (welche wir haben)! Genauso gibt es Verbote für die übrigen Ziffern verteilt auf die anderen Wochentage. Ein kleiner Versuch, den Smog der Megametrople etwas zu reduzieren.

200 km weiter und einen 3200 Meter hohen Gebirgspass überwunden erreichen wir im dunkeln Puebla, südlich von Mexiko-Stadt. Dort verbringen wir 3 Tage auf einem netten Campingplatz und schauen uns Puebla und Cholula an. Beides wunderschöne Städte mit Kolonialbauten und gefühlt mehr Kirchen als Straßen. In Puebla begegnen wir einigen deutschen Familien aus Ingolstadt, die hier auf Wohnungssuche sind. Audi baut hier ein Werk für den Q5. In Cholula haben die Spanier unwissentlich eine Kirche auf einen „Berg“ gebaut, der einst die größte Pyramide der Mayas war. Hätten sie es gewusst, sie hätten es vermutlich trotzdem getan. Die Pyramide ist jedenfalls von außen als solche nicht zu erkennen, aber durch ewig lange Tunnel kann man hindurch wandern.

Unser nächstes großes Ziel seit Mexiko-Stadt ist aber Palenque und der Besuch der Maya-Ruinen im Dschungel. Das Mayabell, eine Mischung aus Resort und Campingplatz, liegt nur 400 Meter vom Eingang zu den Ruinen entfernt und grenzt direkt an den Dschungel. Die Brüllaffen sind nicht zu sehen, aber nachts laut zu hören. Weil es tagsüber tropisch heiß wird, machen wir uns zu den Ruinen am frühen Morgen auf. Emil und Marie klettern wieder alle Pyramiden und Tempel selbst hoch, aber gegen Mittag ist die Puste alle – es ist zu schwül! Wir haben zum Glück bis dahin die Highlights von Palenque gesehen und können uns am Nachmittag im Dschungel-Pool vom Mayabell abkühlen.

Eigentlich wollten wir uns nach Palenque noch weitere Maya-Ruinen tiefer im Dschungel an der Grenze zu Guatemala ansehen. Aber nach 3 Wochen Meer-Abstinenz zieht es uns an den Golf von Mexiko – die Maya-Ruinen besuchen wir dann auf dem Rückweg von Guatemala. Am Meer hängen wir 3 Tage an einem Campingplatz an einer Lagune ab – Palmen, Hängematte,  tolle Tierwelt und Marie und Emil spielen und streiten mit einheimischen Kindern.

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