Emils Pechsträhne im Paradies

Zwei Unglücke mit Emil verfolgen uns seit dem letzten Blogeintrag. Zuerst verschüttet sich Emil eine frisch aufgebrühte Tasse Kaffee über den Bauch und verbrennt sich 20% seiner Haut. Zum Glück hat er “nur” Verbrennungen ersten Grades, aber wir erleben das volle Programm mit Krankenwagen vom Campingplatz zum Krankenhaus und stationärer Behandlung. Im Krankenhaus geht es etwas ruppiger und chaotisch zu als wir es gewöhnt sind. Aber das Wichtigste, wie Antibiotika und Wundverband, bekommen wir besorgt, so dass wir in den nächsten Tagen uns um Emils Bauch selbst kümmern können. Heute, gut eine Woche später, ist schon wieder alles gut und von der Verbrennung fast nichts mehr zu sehen. Emil hat gutes “Heilfleisch”!

Als nächstes fällt Emil auf einem Campingplatz plötzlich in den Pool. Wir sitzen zum Abendessen direkt daneben, so dass Daniel direkt hinterspringen kann und Emil keine 4 Sekunden später wieder draußen ist. Der Schock bei uns sitzt, denn Emil war schon ein Meter tief unter Wasser. Emil ist zum Glück nach ein paar Minuten wieder bei bester Laune. Die folgenden Tage geht er mit größerem Abstand um den Pool und sagt sich dabei immer wieder: “Emil Vorsicht, nicht in Pool fallen”.

Neben diesen beiden Schock-Momenten gefallen uns hier in Yucatan besonders zwei Dinge: weitere Maya-Ruinen und traumhaft schöne Cenoten. Die Mayastätten Uxmal, Chichen Itza und Ek Balam sind alle sehr beeindruckend. Mit den Kindern sind wir schon früh morgens dort, um erstens der drückenden Mittagssonne aus dem Weg zu gehen und zweitens dem großen Touri-Rummel der Reisebusse. Die Cenoten, die es hier überall gibt, sind tiefe Löcher im Kalksteinfels, die sich mit Regenwasser und Grundwasser füllen und für frische Abkühlung sorgen. Mal als Badehöhle mit Stalaktiten und nur einer kleinen Öffnung nach oben, mal als Badegumpe mit herunterhängenden Pflanzen.

Jetzt sind wir an der sehr touristischen Ostküste Yucatans angekommen. Man fühlt sich hier wie in einem anderen Land. Voller Infrastruktur und hohen US-Dollar Preisen. Unser Campingplatz liegt zum Glück weit ab vom Rummel (ca. 90 km südlich von Cancun) und wir stehen hier direkt am Meer unter Palmen mit feinem weißen Strand. Karibik statt Karneval. Nur in Köln sein wäre jetzt schöner!

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