Hawaii Teil 3 – Kauai – Wow!

Wir sind seit 3 Tagen zurück in San Diego von unserer dritten und leider letzten Insel auf Hawaii – Kauai war traumhaft. Es ist die älteste Vulkan-Insel von Hawaii und dementsprechend grün. Tropischer Regenwald, die unberührte Napali Coast mit gezackten grünen Klippen, der Waimea Canyon (der “Grand Canyon des Pazifiks”) und wieder viele schöne Strände. Landschaftlich ist es auf jeden Fall die schönste Hawaii-Insel!

In Lihue, dem größten Dorf bzw. Städtchen auf der Insel stehen erstmal wieder Besorgungen an. Gaskartuschen für unseren Kocher in einem Outdoorladen, Großeinkauf bei Walmart und Camping-Permits (Genehmigungen um in den State Parks zelten zu dürfen) in einem Office. 5 Nächte verbringen wir dann im Norden der Insel, 5 im Süden.

Im Norden ist das große Highlight die Napali Coast. Hier gibt es keine Straße, nur unberührte Natur in Form von hohen gezackten Klippen und tropischem Regenwald. Um die Napali Coast zu sehen muss man entweder in einen Hubschrauber steigen oder den 18km langen Kalalau-Trail entlang der Steilküste gehen. Das erste öffentlich zugängliche Teilstück davon wandern wir noch zusammen hin- und zurück. Die Landschaft ist wie aus einer anderen Welt.. Vielleicht wurde deswegen hier auch Jurassic Park gefilmt. Ich (Daniel) hatte mir aber schon vor zwei Monaten einen Permit-Schein besorgt bzw. gekauft, welchen man benötigt, um den Trail bis ans Ende zur Kalalau Beach gehen zu dürfen. Der Kalalau-Trail gilt als eine der schönsten Wanderwege der Welt, dementsprechend sind die begrenzten Permits manchmal schon Monate im Vorraus ausgebucht!

Alex hat die Kinder zwei Tage und eine Nacht alleine für sich, während ich mir eine Auszeit von der Familie nehmen darf um den Kalalau Trail zu gehen. Mit Kindern in der Trage bzw. Kraxe wäre es definitiv nicht gegangen, zu gefährlich und zu anstrengend. 18 km hin (mit Abstechern zu Wasserfällen eigentlich noch länger), Übernachtung an der Kalalau Beach in der Hängematte, am nächsten Morgen wieder früh zurück. Der Trail hat es in sich, es geht durch Regenwald hoch und runter und durch Flüsse, immer entlang der Steilküste mit Ausblicken und Abhängen, dass einem der Atem stockt. An der Kalalau Beach angekommen lerne ich direkt ein paar Aussteiger-Hippies kennen, die hier ohne Permit wohnen und immer wieder zurückkommen, wenn Offizielle sie vertreiben. Fast zu kitschig es zu erwähnen, aber sie begrüßen mich mit Maracujas und Orangen, die dort überall wachsen. Durch Zufall habe ich mir den richtigen Tag ausgewählt, denn obwohl die Leute dort ziemlich zeitlos leben, wissen sie, dass Thanksgiving ist. Abends steigt daher ein Fest und alle Leute am Strand sind eingeladen. Es gibt einige Pfannengerichte vom Feuer und 7 Hühner in einem Eintopf, die bei meiner Ankunft am Nachmittag noch fröhlich gackern.. Kommt mir sehr gelegen, denn unseren Kocher hat Alex für die Kinder und ich selbst nur Trockenfutter dabei. Nach dem Dinner dann großes Feuer und Musik von der Ukulele.. Am nächsten Morgen dann Dusche unter dem Wasserfall am Strand und wieder Abschied nehmen von diesem Ort, der so unwirklich ist.

Wieder vereint mit der Familie machen wir uns auf den Weg in den sonnigeren Süden, denn sowohl bei der Wanderung zurück regnet es heftig als auch bei Alex und den Kindern am Campingplatz. Wir wandern am Waimea Canyon, der zwar kleiner als der Grand Canyon ist, aber “bunter” und schöner. Eigentlich wollen wir dort nicht übernachten, da der Canyon sehr hoch liegt und es nachts sehr frisch werden kann. Aber wir finden dort eine verschlossene Jugendherberge mit Campingplatz im Koke’e State Park und weil kein Mensch weit und breit ist und die Gegend super schön ist schlagen wir für eine Nacht unser Zelt im Community-Haus auf. Vor Wind und Regen wären wir so in unserem Schönwetter-Zelt geschützt!

Im Süden gefällt es uns am besten im Polihale State Park, einer große Dünenlandschaft direkt am Meer. Die Straße endet dort, denn an den ewig langen Sandstrand grenzt direkt wieder die wilde Napali Coast. Hier darf man ganz offiziell in den Dünen zelten. Es gibt sogar Wasser und kalte Duschen, perfekt für einige Nächte!

Nun sind wir zurück in San Diego. Hawaii hat uns so gut gefallen. Wir würden jetzt nach diesem Highlight in ein riesiges Stimmungs-Loch fallen, wäre da nicht ein fertig reparierter Bus und lang ersehnter Besuch aus der Heimat! Nächste Woche gehen wir gemeinsam über die Grenze und bereisen die Baja California in Mexiko.

Ein Eintrag bei “Hawaii Teil 3 – Kauai – Wow!

  1. Hallo Alex, hallo Daniel,
    es ist einfach spannend die “Kölsche” auf Ihrer Tour online ab und zu zu verfolgen. Weihnachten bei sommelichen Temperaturen ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Kommt gut ins neue Jahr – vor allem aber gesund mit Euren beiden Kleinen wieder nach Kölle!
    Wir wünschen Euch noch viele tolle Eindrücke & Erlebnisse, natürlich wenig Pannen!
    Herzliche Grüße
    Christoph & Barbara Klocke

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