Um und am Sankt-Lorenz-Strom

Die letzten Tage verbringen wir bei wechselhaftem Wetter, mal bei 30 Grad Sonne, mal bei 8 Grad Regen am Sankt-Lorenz-Strom. Vom Mt. Carleton Park machen wir zunächst einen kleinen Schlenker zu den “Grand Falls”. Die dürften sich aber nur im Frühling so nennen, wenn hier 90% der Wassermenge von den Niagara-Wasserfällen fließt. Zur Zeit ist es eher ein Rinnsal. Am Sankt-Lorenz-Strom ist dann sehr cool. Das Wasser ist mit nur 6-8 Grad eisig kalt, schwimmen fällt daher aus, dafür beobachten wir Wale. Davon sehen wir einige, vor allem Zwergwale und Belugas (Weißwale) tauchen direkt am Ufer auch. Wetter-mäßig erleben wir hier (fast) alles: 30 Grad Sonne, Regen, Sturm und krasse Gewitter. In einer Nacht ist es auf dem Sankt-Lorenz-Strom so nebelig, dass man keine 50 Meter weit sehen kann. Die vorbeifahrenden Riesen-Containerschiffe lassen dann einmal in der Minute das Nebelhorn erschallen – in dieser Nacht machen wir so gut wie gar nicht die Augen zu, da wir direkt am Ufer auf einem Campingplatz übernachten. Apropos Campingplatz: als wir dort ankommen werden wir von anderen VW-Busbesitzer (alle T2 oder T3) belagert. Es werden Fotos von Außen und Innen geschossen und es werden hunderte Fragen zum Bus gestellt, denn der T5 ist in Nordamerika nicht zu kaufen.

Auf der Weiterfahrt nach Quebec verbringen wir noch zwei Nächte im Parc national des Grands-Jardins. Wieder mal traumhaft einsame Landschaft. Wir mieten uns ein ein Kanu und paddeln über eine Seenlandschaft und wandern durch die dortige Taiga. Hier wachsen überall wilde Heidelbeeren und die Kinder können ihr Glück kaum glauben die Beeren direkt vom Strauch zu pflücken. Emil sagt die ganze Zeit nur “Mmmh lecker”. Am nächsten Morgen gibt es dann Pancakes mit Blueberrys!

Jetzt sind wir in Quebec, wo wir einige Tage im Haus von Sophie wohnen können. Sophie ist eine alte Arbeitskollegin von Daniels Schwester. Wir sind so froh, mal wieder auf dicken Matratzen zu schlafen und in einer Stadt zu sein! Ansonsten fehlen uns ab und an die Omas und Opas, um mal wieder was Zeit für uns zu haben. Kommt ihr uns besuchen?!

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