Unsere letzte Woche in Kanada – leider mit bösem Ende

Wir fangen mal mit dem Schönen an: die letzten Tage Kanada (bis auf den letzten) waren super schön. Wir besuchen nach Montreal die 1000 Islands und lernen dort eine deutsche Auswanderfamilie kennen, bei denen wir spontan eine Nacht bleiben. Sie haben sich einen 138m hohen Aussichtsturm über die Insellandschaft gekauft, den sie jetzt betreiben. Marie und Emil sind total happy mit Jonathan, deren 5-jährigen Sohn und seinen Spielsachen zu spielen und bis in den späten Abend die Schlümpfe auf Englisch zu gucken. Wir schmeißen unser ganzes Essen zusammen und haben zusammen ein wunderbares Buffet, direkt unter dem Aussichtsturm. Zum Sonnenuntergang dürfen wir dann nochmal ganz alleine auf die Aussichtsplattform hoch und haben einen wunderschönen Ausblick auf die 1000 Islands.

Mir machen uns weiter Richtung Toronto und den Niagara-Fälle auf mit Zwischenstopp im Darlington Provincial Park, der direkt am Lake Ontario liegt. Ausnahmsweise lassen wir über Nacht die Kindersitze vor dem Auto stehen (normal verstauen wir sie immer auf den Vordersitzen, wenn wir alle im Bus schlafen) und decken die Sitze nur mit einer Plastikplane ab. Am nächsten Morgen huschen dann zwei Eichhörnchen von den Sitzen, die es sich dort bequem gemacht haben und Maries und Emils Restekrümel verspeist haben. Leider haben sie auch ihren penetranten Duft hinterlassen, so dass wir die Sitze erstmal mit Deo einsprühen und dann abends auf dem Campingplatz an den Niagarafällen waschen.

In Toronto gehen wir auf den CN-Tower hoch, bis vor einigen Jahren mit 555m das höchste Bauwerk der Welt. Da Kinder ab 4 Jahren Eintritt zahlen müssen, stecken wir Marie einen Schnuller in den Mund, setzen sie in den Kinderwagen und machen sie ein wenig jünger. Marie kann ihr Glück kaum fassen und wir kommen durch ;-) Wir versuchen ganz oben die Aussicht auf die Stadt zu genießen, was uns nicht ganz leicht fällt, denn Marie und Emil spielen schreiend fangen und laufen die ganze Zeit im Kreis herum oder putzen mit Emils Feuchttüchern die Scheiben.

An den Niagara-Fällen bleiben wir zwei Nächte. Abends sehen wir die Fälle bunt beleuchtet und tagsüber mit einer Bootstour erleben wir sie ganz nah und werden klitschnass. Selbst Emil, der Wasser so liebt, ist das ein wenig zu viel Wasser.

Das böse Ende: Den letzten Tag vor dem Grenzgang zur USA wollen wir im Point Pelee Nationalpark die riesigen Monarchfalter-Schwärme sehen, die sich hier versammeln, bevor ihre große Reise nach Mexiko ansteht. Am Eingang zum Nationalpark zahlen wir noch brav 15$ Eintritt am Automat und wollen ca. 100m dahinter an einem See frühstücken, wir sind an diesem morgen früh dran. Daniel will rückwärts einparken und dann steht da ein Baum, der nicht da stehen sollte. Es gibt einen riesen Knall und klirrendes Glas… unser komplettes Heck ist demoliert: die Heckklappe, Heckschreibe und auch unsere Box mit Träger aus Deutschland am Arsch. Dann sind wir erstmal fix und fertig. Die Polizei kommt für einen Report. Dann fahren wir zu VW in der kanadischen Grenzstadt Windsor, wo wir das Loch provisorisch mit einer Folie abkleben und die Box abstützen. Wir können erstmal noch fahren, aber das Heck muss unbedingt repariert werden. In Kanada ist dies leider nicht möglich, hier sind die Ersatzteile nicht zu bestellen.

Also machen wir uns am selben Tag noch auf den Weg zur US-Grenze. Dort wird uns das Leben schwer gemacht. Das demolierte Auto ist kein Problem, aber der unfreundliche Grenzbeamte kann es nicht glauben, dass wir ein Jahr Elternzeit haben und noch keine Rückflugtickets besitzen, somit nicht beweisen können, dass wir weniger als 90 Tage bleiben werden, dann nach Mexiko wollen und einige Monate später wieder zurück in die Staaten… Die Kinder machen es uns auch nicht leichter, sie sind im vollen Warteraum total aufgedreht und hören kein Wort. Nach 1,5h Warten bekommen wir endlich die Stempel in unsere Pässe, vermutlich nachdem im Hinterraum alles über unser Leben gecheckt wurde. Seitdem fliegt eine Drohne über uns ;-)

Wir wissen noch nicht, ob wir die Ersatzteile in den USA bekommen, oder ob wir sie uns vom Fleischhauer in Köln importieren lassen müssen.

 

2 Einträge bei “Unsere letzte Woche in Kanada – leider mit bösem Ende

  1. Alles alles Liebe zum Geburtstag Alex!!!! Wir hoffen du hattest einen super Tag! Sagt bescheid wenn wir was vom Fleischhauer schicken sollen ;-))
    Liebe Grüße von den Diefis

  2. Hallo Alex,
    von der ganzen Familie, Helmut, Waltraud, Andreas, Christina und Oliver alles Gute zum Geburtstag, Dir und Deiner Familie Gesundheit, Glück und eine tolle Reise.
    Herzliche Grüsse Helmut

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *