Unsere letzten Tage auf der Baja und die erste Woche auf mexikanischem Festland

Wir feiern Silvester in Cabo San Lucas – alleine und ohne Kinder! Komisches Gefühl nach 5 Monaten eine Nacht ohne Kinder, aber wir geniessen es! Wir trinken Magaritas und tanzen in einem Club. Kurz vor Mitternacht gehen wir zur Marina und freuen uns aufs Feuerwerk, doch was ist das? Nach 2 Minuten ist schon alles vorbei! War trotzdem ein schöner lang-ersehnter, gemeinsamer Abend. Mit Oma und Opa genießen wir noch ein paar schöne Tage an einsamen Stränden im Süden der Baja, bevor wir zurück nach La Paz fahren. Hier verabschieden wir uns nach über 5 Wochen von den Großeltern. Ein trauriger und wehmütiger Abschied, denn die nächsten 5 Monaten werden wir sie erstmal nicht mehr sehen. Marie und Emil fragen Tage später noch nach ihnen. Und wir vermissen sie auch. Trotz alledem geht es für uns weiter.

Noch am gleichen Tag nehmen wir die Fähre aufs mexikanische Festland. Die Überfahrt dauert nur 6 Stunden, die Zeit zieht sich trotzdem, vor allem, weil an Bord furchtbar laute mexikanische Karaoke gesungen wird. Die Truckfahrer finden es toll, uns dröhnen die Ohren. Wir verziehen uns nach draußen mit Schlafsäcken und Kissen. Am Festland angekommen, geht Alex mit den Kindern zu Fuss von Board. Daniel sucht unterdessen verzweifelt den Bus – zwischen dutzenden Trucks, die bereits ihre Motoren angeschmiessen haben. Es ist mega laut und sehr heiß und stickig. Am Ende steht unser Bus ganz einsam und alleine auf der Fähre, nachdem alle Trucks von Board gefahren sind!

Auf dem Festland verbringen wir die ersten drei Tage in Mazatlan. Am Campingplatz treffen wir eine amerikanische Familie (www.bumfuzzle.com), die auch zwei Kinder im gleichen Alter wie Marie und Emil haben. Schon nach ein paar Minuten spielen alle 4 miteinander, trotz unterschiedlicher Sprachen. Wir gehen zusammen essen, fahren Taxibus und besichtigen die Stadt. Marie und Emil finden es toll, gleichaltrige Kinder zum Spielen zu haben. Wir sind auch froh darüber, denn ehrlich gesagt, hätten wir uns gewünscht, auf mehr reisende Eltern mit Kindern zu treffen. Das war bisher nicht so oft der Fall.

Nach den schönen Tagen im Mazatlan zieht es uns ins Inland. Wir hätten gar nicht gedacht, daß Mexiko so gebirgig ist und einige schöne Städte und Ausflugsmöglichkeiten so hoch liegen. Wir fahren in ein altes Indiodörfchen, welches Berühmtheit erlangte, als ein Lavastrom vor 60 Jahren alles unter sich begrub, außer die Dorfkirche, von der heute die Überreste im erstarrten Lavafeld zu bewundern sind. Natürlich wollen wir uns die Kirche anschauen. Um dorthin zu gelangen kann man entweder wandern oder sich auf ein Pferd schwingen. Wir entscheiden uns fürs Pääd. Marie jauchzt und findet es super, Emil schreit anfangs nur: “will in den Bus”. Aber nach kurzer Zeit findet er es auch lustig. Wir übernachten auf 2700m. Es ist morgens so kalt, daß wir die Standheizung seit langem nochmal anmachen. Solche kalten Temperaturen sind wir nicht mehr gewöhnt ;-)

Mexiko gefällt uns bis jetzt ziemlich gut. Die Mexikaner sind sehr freundlich und lächeln jedes Mal, wenn sie die Kinder sehen. Die Frauen streicheln im Supermarkt oder auch auf der Straße Marie übers Haar und rufen “guapa” (hübsch). Unsicher haben wir uns bis jetzt noch nie gefühlt. Trotz alledem übernachten wir bisher nur auf Campingplätzen und campen nicht wild wie in Kanada oder den USA. Die Campingplätze hier sind nicht teuer und meistens recht nett.

Als nächstes Ziel peilen wir den “Monarchfalter-Nationalpark” (Reserva de la Biosfera de la Mariposa) an, indem Millionen von Monarchfaltern überwintern!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *